Linux-Patentstudie: Ballmer hat alles verdreht
von : Bernd Kling: Mittwoch 16 Mai 2007, 07:07
MS-Ballmer und andere tönten, Linux verletze über 200 Patente. Microsoft schob später nach, man zitiere doch nur aus einer Studie. Jetzt meldet sich deren Autor zu Wort.
Die Studie wurde von OSRM (Open Source Risk Management) erstellt, einer Beratungsfirma für Risikominderung. Autor Dan Ravicher ist Executive Director der Public Patent Foundation und sieht in der ganzen Geschichte viel Lärm um Nichts:
„Wie die SCO-Saga zeigt, ist es eine Sache, eine Klage aufgrund einer Behauptung einzureichen und diese Behauptung vor Gericht zu begründen … Ballmer deutet die Aussage der Studie um, die ergeben hat, dass Linux eventuell, aber nicht eindeutig 283 ungeprüfte Patente verletzt, während es gegen kein einziges Patent verstößt, das von einem Gericht als gültig befunden wurde.“
Tatsächlich kam die Studie zum gegenteiligen Ergebnis dessen, was Ballmer und seine Rottweiler in die Welt trompeteten. Sie unternahmen einen absurden Versuch, ausgerechnet diese Studie assimilieren zu wollen. Denn es war bei der OSRM-Analyse gerade darum gegangen, den FUD-Nebel über angebliche rechtliche Linux-Probleme zu vertreiben, indem sie quantifizierbare Daten den Spekulationen gegenüber stellte. Und das Ergebnis war laut Dan Ravicher ebenso banal wie langweilig:
„Und die von uns gefundene Anzahl ist für jeden, der mit der Materie vertraut ist, so durchschnittlich, dass sie einfach nur langweilig ist; fast jedes Stück Software verstößt potenziell gegen mindestens so viele Patente …
Open Source sieht sich nicht größeren, sondern eher geringeren rechtlichen Risiken gegenüber als proprietäre Software. Der Markt muss zur Kenntnis nehmen, dass die von Microsoft aktuell zitierte Studie das Gegenteil dessen beweist, was sie behaupten.“
(Nick Farrell/bk)

Kommentare
ist die Frage ob diese News nicht auch nur zugunsten des einen umgedeutet wurde , wem kann man denn heute glauben ?
@bubu:
Da vertraue ich lieber ein Community, als dem verrückten Ballmer!!! ;)
Microsoft schwimmen die Kunden davon. Da wird alles versucht um sie von der einzigen vernünftigen Alternative fern zuhalten. Nach der Ankündigung Vista wird besser einschlagen als Win95 haben alle viel erwartet und was haben sie bekommen? Nen WinXP mit neuem Look und nen paar Verbesserungen. Und sogar der viel gepriesene Aero Desktop ist lächerlich im Vergleich zu den Möglichleiten die die Linux Community in Sachen 3d Desktop usw fertig gebracht hat. Wir reden erst gar nicht von Kompatibilitäten, ja? Da wird die Liste des Nichtkönnens von Vista nämlich sehr lang.
Vista = XP + neuem Look + VIEL weinger Leistung
Leistung ist das A und O. Die Computer werden immer schneller und verbrauchen immer mehr Strom. Jetzt kommt Vista und plötzlich haben die Rechner weniger Leistung. Jetzt muss mehr Strom verbraten werden, um Vista auf XP-Niveau zu heben. Absolut unsinnig und umweltschädigend. Vista ist nichts für einen “grünen” PC.
Wer die Welt retten will soll Vista nicht kaufen! =o]
Mein Rechner arbeitet unter Vista “flotter” als unter XP. Und allem Anschein nach wird auf modernen Systemen unter Vista mehr Strom gespart als unter heutigen XP Systemen.
Sers!
wenn man sein XP nicht richtig eingestellt hat (also alles standard ist), dann evtl. ja. aber auch unter XP kann man noch eine ganze menge performance rausholen. und spätestens da sieht Vista alt aus. (ich arbeite momentan mit beidem und vorallem beim FF merke ich erhebnliche performanceverluste unter Vista - wobei das auch am FF liegen kann.)
Aber solange es keine vernünftige Adobe alternative für Vista gibt, werde ich wohl an M$ gebunden sein :/ (oder Apple - aber die sind im endeffekt auch nicht besser, kosten nur fast das doppelte)
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